Chronik

 

 

Die Ursprünge unserer Rettungshundestaffel liegen sehr weit zurück. Bereits im Jahre 1980 haben sich interessierte Hundeführer zur Rettungshundearbeit zusammengeschlossen. Es handelte es sich damals um eine freie Staffel, die noch keiner Hilfsorganisation angehörte.  1990 haben wir uns entschlossen dem BRK beizutreten. Die Rettungshunde sind damals in die Bereitschaft Höchstadt eingegliedert worden.

 

2001 gründeten wir eine eigene Bereitschaft

genannt „Höchstadt-Hund“.

 

Wir bildeten seit Beginn unserer Arbeit Hunde in den Bereichen der Flächen- und Trümmersuche aus. Besonders erwähnen möchte ich einen unserer Trümmersuchhunde. Wie Ereignisse in Höchstadt gezeigt haben werden Trümmersuchhunde nicht nur für den Auslandseinsatz benötigt. Somit konnten wir beim Hauseinsturz in Höchstadt sehr schnell vor Ort sein und bereits mit der Suche beginnen bis die nachalarmierten Trümmersuch-Teams aus Ansbach, Kitzingen und Würzburg kamen.

 

 

Eine weitere wichtige Ausbildungsrichtung ist das Mantrailing. Im Jahre 2003 habe ich begonnen mich über diese spezielle Art der Personensuche zu informieren. Dabei wird dem Hund beigebracht, die Spur einer bestimmten Person aufzunehmen und zu verfolgen, egal auf welchem Gelände die Person gelaufen ist. 

 

In der heutigen Zeit werden die Rettungshundestaffeln immer mehr davon abhängig auch Mantrailer unter ihren Hunden zu haben. Da sie auch in der Großstadt eingesetzt werden können, steigt die Nachfrage nach diesen Hunden in den Einsatzfällen enorm.

                         

Wir waren die erste Staffel im BRK LV Bayern, die gleichzeitig 3 geprüfte Mantrailer in ihren Reihen hatte. Das war nur möglich, weil ich mich nicht beirren ließ und auf eigene Kosten damals mit meinem Hund diese Ausbildung begonnen und durchgezogen habe, was viele Fahrten zu erfahrenen Ausbildern erforderte, welche in Deutschland leider sehr dünn gesät sind.  Wir knüpften Kontakte bis nach Italien und die erste Mantrailingprüfung hat mein Hund beim Italienischen Katastrophenschutz abgelegt, weil das damals in Deutschland noch nicht möglich war.

 

Seit 2015 haben wir mit dem Pilotprojekt Wassersuche begonnen. Hierbei handelt es sich um eine Leichensuche. Da wir viele Gewässer in unserem Einsatzgebiet haben macht diese Ausbildung für uns durchaus Sinn. Leider sind auch hier, wie damals beim Mantrailing, die guten Ausbilder noch dünn gesät und diese Ausbildung sehr dadurch sehr kostspielig.

 

Außer der Arbeit mit den Rettungshunden übernehmen wir auch Sanitätsabstellungen für Sportveranstaltungen, Vereinsfeste, Wandertage usw. um mit den Einnahmen daraus Ausgaben der Bereitschaft zu finanzieren.

 

Zusätzlich besuchen unsere Hunde Seniorenheime, Kindergärten und Schulen um dort Freude und Wissen zu übermitteln oder für therapeutische Zwecke eingesetzt zu werden. 

 

Ganz außerordentliche Wirkung haben die Besuche auch in den Seniorenheimen.

 

Wir arbeiten sehr eng mit weiteren Staffeln, welche an der Leitstelle Nürnberg gemeldet sind, zusammen. Sehr oft sind die Aufgaben so umfangreich, dass eine Staffel alleine diese mit ihren Leuten nicht bewältigen könnte. 

 

Sämtliche unserer Aufgabengebiete betreuen wir ehrenamtlich. Auch die Einsätze der Rettungshundestaffel sind kostenlos. Die Hundeführer tragen die Kosten der Ausbildung ihres Hundes und sämtliche Fahrtkosten selbst. Über 50 Einsatzalarmierungen im Jahr sind die Regel. Die Tendenz ist steigend. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich in der Regel auf die Bereiche ERH, Nbg., Nbg.-Land, Fürth, Schwabach. Wir wurden jedoch auch schon leitstellenübergreifend nach Ingolstadt, Bayreuth und Aschaffenburg gerufen.

 

 

Das Ehrenamt unserer Bereitschaft wird natürlich durch unseren KV finanziell unterstützt. Wenn aber größere Anschaffungen anstehen, dann sind wir auch darauf angewiesen Geld zu verdienen bzw. zu sammeln. Was für eine Rettungshundestaffel nicht so einfach ist, denn wir sind eigentlich schon gut ausgelastet mit der Ausbildung unserer Hunde und der Abwicklung der Einsätze in unserer Freizeit. Deshalb freuen wir uns über jede, wenn auch noch so kleine Spende. 

Unsere Rettungshundestaffel konnte 2015 ihr 25-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Bezirksfachdienstlagers feiern.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei allen Sponsoren, die uns bisher unter die Arme gegriffen haben. Für eine ganz tolle Zusammenarbeit bedanken wir uns bei allen Mitarbeitern unseres KV, der Rettungsleitstelle Nürnberg, der Polizei Höchstadt und sämtlicher Inspektionen mit denen wir bisher Kontakt hatten, der Höchstädter Feuerwehr und der umliegenden Wehren, bei unserem Jagdpächter für sein immerwährendes Verständnis, denn wir sitzen hier direkt in einem Wildwechsel, und bei den Bayerischen Staatsforsten für die uns zur Verfügung gestellten Trainingsgebiete.  Am Ende meiner kleinen Chronik bedanken wir uns bei der Stadt Höchstadt für jegliche Unterstützung.

 

Edith Mühlhans

 

Bereitschaftsleiterin

und Fachdienstführerin

bis einschließlich 2016