Große Nachtübung am Kanal Erlangen

 

Rettungshunde werden von BRK-Wasserwacht übergesetzt

 

 

 

Die BRK-Rettungshundestaffel Erlangen-Höchstadt trainiert Hundeführer und Hunde für den Einsatz. Dieses Wochenende trafen sich zum alljährlichen, großen Trainingslager Rettungshundeteams aus ganz Deutschland und dem Ausland in Höchstadt/A., um gemeinsame Übungsstunden zu absolvieren. Insgesamt standen 27 Gäste mit 33 Hunden parat um vom Ausrichter und den Kameraden dazu lernen zu können. Die Staffel Erlangen-Höchstadt hatte 25 Gruppenleiter und Helfer im Einsatz um den Gästen vom BRK Nürnberger-Land, DRK Saarland, Berlin-City, Köln-Porz, Bad Mergentheim, RHS Saaletal, THW Bühl und Backnang sowie aus der Schweiz vom Roten Kreuz Zürich ein schönes und erfolgreiches Wochenende zu gestalten.

 

Gearbeitet wurden Trümmer-, Flächen- und Personenspürhunde in verschiedenen Gruppen. Verschüttete Personen zeigten die Hunde auf dem Gelände von Heinritz und Lechner in Markt Uehlfeld an. Die Personenspürhunde durchquerten Höchstadt und den anliegenden Wald nach den Vermissten und die Flächensuchhunde durchkämmten den Staatswald an der Roten Marter und das ehemalige Wildschweingehege zwischen Falkendorf und Herzogenaurach.

 

Die Geschicklichkeit wurde am Samstag Nachmittag auf die Probe gestellt. Aus verschiedenen Materialien hatten die Teams Geräte zu bauen und diese mit ihren Hunden abzuarbeiten. Eine interessante Kombination zwischen Kreation, Teamgeist und Geschicklichkeitsarbeit. Sämtliche Hunde arbeiteten eindrucksvoll, gleichzeitig auf drei Stationen in einer unglaublichen Harmonie zusammen.

 

Um 22 Uhr wurden alle zu einer Nachteinsatzübung gerufen. Vermisstensuche am Kanal Erlangen war angesagt. Im Bereich der Schleuse Möhrendorf wurden 4 Opfer für die Teams ausgelegt, welche die Vermissten zu spielen hatten. Zusätzlich erreichten die Hundeführerinnen und Hundeführer auf der Schleuse eine Station mit zwei Einsatzfahrzeugen. Dort fanden sie eine bewusstlose Person und eine Trainingspuppe vor. Jetzt war „Erste Hilfe“ gefragt. Reanimation wurde an der Puppe geübt und die bewusstlose Person musste in die stabile Seitenlage gebracht werden.  Am Ende der Suchstrecke setzte die Wasserwacht die Teams mit ihren Hunden in einem Boot über den Kanal. Auch das ist ab und zu Realität und sollte mit den Hunden geübt werden.  Die Zusammenarbeit klappte hervorragend.

 

Um 23:43 Uhr kam dann überraschend eine reale Einsatzalarmierung zu einer Vermisstensuche an den Baggersee Breitengüßbach. Trotz der Anstrengungen des Tages waren die Teams einsatzbereit. Als dann kurz vor der Abfahrt überraschend die Abalarmierung kam, waren alle Betroffenen erleichtert und es konnte die Übung gegen 01:00 Uhr abgeschlossen werden.

 

Geschafft vom Vortag aber frohen Mutes ging es am Sonntag Vormittag nochmals an die Sucharbeit um das Erlernte positiv zu verstärken. Eine gelungene Veranstaltung ging gegen 14 Uhr dem Ende zu. Die Staffelleiterin Frau Edith Mühlhans konnte viele Dankesworte entgegennehmen mit dem Versprechen „nächstes Jahr kommen wir wieder. Es hat uns besonders gut gefallen!“

 

 

Mantrailingprüfung 2010 in München

BRK-Rettungshundestaffel Erlangen-Höchstadt

 

hat ersten in Bayern geprüften Mantrailing-Hund

 

 

Am Sonntag fand im BRK Kreisverband München die erste Mantrailingprüfung in Bayern statt. Ab 6 Uhr Morgens mussten sich die Teilnehmer nach Anmeldung einer Fachfragenprüfung unterziehen und anschließend wurden ihnen die Vermisstenaufträge übergeben. Der Hundeführer hat sich aus den Informationen der Befragung ein Bild der Lage zu machen. Zu berücksichtigen sind dabei die Wetterlage, die Thermik, die örtlichen Gegebenheiten des Suchgebietes, die zur Verfügung stehenden Hilfsmannschaften sowie technische und sicherheitstechnische Maßnahmen. Aufgrund der Angaben muss der Hundeführer in der Lage sein, die Situation realistisch zu erfassen. Der Hund erhält Witterung über einen Geruchsgegenstand der Vermissten Person und hat dann höchstens 1 Stunde und 20 Minuten Zeit eine 2 – 2,5 km lange Strecke, welche die Person vor 24 bis 36 Stunden gelaufen ist, zu verfolgen und am Ende den Vermissten zu finden. Der Weg führt jeweils zur Hälfte durch bebautes Gebiet und Außenflächen. Geprüft wurden die Teilnehmer von den DRK-Prüferinnen Frau Maria Hörmann aus dem Saarland und Siggi Höfer aus Kitzingen.

 

Unter den Gästen befanden sich als Zuschauer und Beobachter Vertreter der Polizei München, welche sich über die Durchführung einer derartigen Prüfung und den Ausbildungsstand der BRK geprüften Hunde informieren wollten, denn auch die Polizei bildet mittlerweile vermehrt Mantrailinghunde für sehr unterschiedliche Zwecke aus.

 

Im Schnitt wird die BRK Rettungshundestaffel Erlangen-Höchstadt jede 2. Woche zu einer Suchaktion gerufen. Die Einsatzpalette reicht dabei von der Suche nach einem verwirrten Menschen aus einem Altenheim bis hin zu jungen Menschen, die sich das Leben nehmen wollen. Für eine Flächensuche in Wald oder Flur stehen der Staffel momentan 3 Flächensuchhunde zur Verfügung, die geprüft und damit zertifiziert in den Einsatz gehen können. Einer dieser Hunde ist zusätzlich im Bereich der Trümmersucharbeit geprüft. Diese Hunde werden z.B. bei Hauseinstürzen zum Aufspüren Verschütteter eingesetzt. Darüber hinaus stehen mehrere junge Hunde unter den Fittichen der Ausbildungsleiterin Edith Mühlhans. Bis zu ihrem ersten Einsatz vergehen aber ca. 2 - 3 Jahre.

 

 

Was tun, wenn ein Mensch schon einige Tage verschwunden ist, ehe es ein Verwandter bemerkt? Häufig weiß dann niemand, in welche Richtung die gesuchte Person das Haus verlassen hat und wann das genau war. Für solche Situationen bildet die Staffel Mantrailer aus, die der individuellen Geruchsspur folgen und den Hundeführer an den Ort des Gesuchten bringen, sofern dieser die Strecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück gelegt hat. Jetzt ist zu den 3 einsatzfähigen Mantrailing-hunden ein vierter dazu gekommen. Unsere Hundeführerin Sabine Schmidt konnte mit ihrem Briardrüden Irving am Sonntag, als einzige aller Teilnehmer, diese Prüfung mit Bravour bestehen. Die Leistung hat alle Besucher restlos von der Einsatzmöglichkeit Mantrailing überzeugt. Somit hat Frau Schmidt Sabine den ersten im BRK Bayern geprüften Mantrailinghund. 


Rückblick auf das Jahr 2009 der Bereitschaft Höchstadt-Hund, der Rettungshundestaffel im KV ERH

36 Mal gingen die Rettungshunde, von den 42 Anforderungen durch die Rettungsleitstelle, in Sucheinsätze. Das bedeutet, ab und zu sogar mehrmals in einer Woche. Nebenbei sind die Trainingseinheiten und zusätzliche Verpflichtungen zu erledigen. Einige unserer Rettungshundeteams besuchen Alten- und Pflegeheime sowie Kindergärten und Schulen. Öffentlichkeitsarbeit ist immer wichtig. Deshalb kommen zu dem schon umfangreichen Programm auch noch Vorführungen im Rahmen von Veranstaltungen hinzu. Bei Erlanger Herbst und Tag der offenen Tür in Höchstadt bekam die Bevölkerung einen kleinen Einblick in das Arbeitsgebiet der Rettungshundeausbildung. Und nicht zu letzt werden SAN-Abstellungen bei Vereinsveranstaltungen oder Festen übernommen, um die Kasse ein wenig aufzubessern.

 

Im September richteten wir in  unserem KV die größte Rettungshundeprüfung aus, die es bisher gab. Von Freitag bis Sonntag waren 6 Rettungshundeprüfer in vier verschiedenen Gebieten mit der Überprüfung der 56 Hundeteams zum Flächen- oder Trümmerhund beschäftigt.

 

 

Die Ergebnisse unserer Einsatzarbeiten konnten sich auch im letzten Jahr wieder sehen lassen.  Unsere Hunde haben erheblich zum Auffinden mehrerer vermisster Personen beigetragen bzw. konnten die Vermissten direkt finden.

 

Nicko (DSH)

mit Edith Mühlhans

Mantrailer-Suchteam

 

findet Vermisste

Personen

 

lebend

Bubi (Bloodhound)

mit  Edith Mühlhans

Mantrailer-Suchteam

 

findet erhängte

 

Person in Scheune

Auch die Abwicklung des Trümmersucheinsatzes in Höchstadt wurde von allen Seiten gelobt. Die Presse hat ausführlich berichtet.